Einige Kolonien können eine beeindruckende Größe von bis zu 200 cm erreichen, wobei man das Skelett nur bei eingezogenen Polypen erkennen kann.

Blasenförmige und fast transparente Kolonien. Die Polypen können in verschiedenen Farben erscheinen, darunter grau, bläulich, grünlich oder graubraun.
Fische
Besitzen Nesselzellen, die ein starkes Brennen auf der menschlichen Haut verursachen können.

1. Nesselzellen
2. Tentakel
Tagsüber zeigen die Korallen Kolonien blasig aufgeblähte, annähernd 25 mm große, traubenförmige, röhrenartige, gegabelte und fast transparente Vesikel. Diese speziellen Polypenbildungen sind mit symbiotischen Algen, den Zooxanthellen, gefüllt, die der Kolonie durch Fotosynthese wichtige Nährstoffe liefern. Um die maximale Menge an Sonnenlicht zu absorbieren, strecken die Kolonien ihre Vesikel tagsüber nach oben. Durch die Assimilationsprodukte der Algen ernähren sich die Korallen. Bei älteren Kolonien lassen sich deutliche, helle Linien erkennen, die die Ansammlungen von Nesselzellen markieren. Diese Nesselzellen können die oberste Hautschicht des Menschen durchdringen und ein starkes Brennen verursachen. In der Nacht ziehen sich die Nesselzellen wieder zurück, um Platz für die Tentakel zu schaffen, die dann dazu genutzt werden, Plankton zu fangen. Das Skelett der Korallen besteht aus Kalkrippen und bietet eine stabile Struktur. Diese Korallenarten bevorzugen gut durchströmte Riffdächer und den Riffhang als Lebensraum. Auf den Vesikeln leben häufig kleine, flache oder rotbraun bis olivgrün gefärbte Korallen-Strudelwürmer der Gattung Waminoa, die sich vom Schleim auf der Oberfläche der Vesikel ernähren.

Text: Carolina Leiter
Pic: Dive Dict
Illustration: Dive Dict